Beamer im Einsatz: Leinwände
Jetzt glotze ich auf eine doofe weiße Wand. Viel schöner wäre ja eine Leinwand... Projekt Urlaubsgeld 2005...
Ein wichtiger Nachteil bleibt: Das Wohnzimmer gleicht nun mehr einem (provisorischen...) Heimkino als einem Raum zum Abschalten, zum Kommunizieren oder zum Wohlfühlen. Eine Art Sitzecke gibt es nicht mehr, sondern Sofa und Sessel sind auf eine leere weiße Wand gerichtet. Ideal wäre also ein deutlich größeres Wohnzimmer mit entsprechendem Platz für weitere Wohlfühl-Ecken oder gar die Möglichkeit, Wohnzimmer und Kinoraum voneinander zu trennen – so habe ich beispielsweise einen (ganzjährig nutzbaren) Wintergarten, der zwar für den Beamer zu klein ist, aber genügend Platz für Bücherregal, Schreibtisch und eine kleine Sitzecke bietet.

Weitere schöne Möglichkeiten bieten sich mit Leinwänden. Die gibt es längst nicht nur in der klassischen Ausführung als Dia-Leinwände mit klapprigem Gestell, sondern jetzt vor allem als motorbetriebene Rollos, die an der Decke oder Wand hängen. Sie reflektieren nicht nur mehr Licht als eine weiße Tapete, sodass das Projektionsbild deutlich heller und differenzierter aussieht, sondern eröffnen zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten: So kann man an die Projektionswand ein paar Bilder hängen, die bei aufgerollter Leinwand sichtbar sind und von der heruntergelassenen verdeckt werden. Wenn die Decke stabil genug ist, um die Leinwand zu tragen, lassen sich so auch ganze Regale verbergen. Hängt man die Leinwand über die Wohnzimmerfenster, hat man erstens eine bessere Verdunkelung (wenn die Leinwand wirklich lichtundurchlässig ist) und zweitens eine schöne Aussicht bei hochgezogener Leinwand – naja, abhängig natürlich vom Wohnort...
Motorleinwände mit drei Meter Breite kosten allerdings zwischen 1400 und 2000 Euro und damit mehr als mancher Beamer. Zudem würde ich mich nicht trauen, so dicke Dinger ohne professionelle Hilfe anzubringen.
Oder wir warten, bis dieses Systemwww der Uni Weimar (Berichte auf Heise Onlinewww und Spiegel Onlinewww) verfügbar ist. Dort muss die Projektionsfläche weder weiß noch eben sein. Das System projiziert einige Testbilder auf die gewünschte Fläche und nimmt das entstandene Bild mit einer Videokamera auf. Anhand der Unterschiede des Testbilds zu dem tatsächlich projizierten Bild berechnet ein PC, wie der Projektor jeden einzelnen Bildpunkt verändern muss (Helligkeit, Farbstich), um den Hintergrund quasi auszublenden.
Ein paar Links zu Leinwänden:
- Leinwandarten erklärt bei der Projektoren-Datenbankwww (HCinema, Marienheide)
- Viele Leinwände und Weiteres, u.a. auch ein Installationsservice bei beamer.dewww und heimkino.netwww (beide LCD Media, Hamburg)
- leinwand-holder.dewww (Holder, Günzburg)
- mediastar.dewww (Mediastar, Düsseldorf)