3. November 00

Der Porno-Chinese

Viele Leute mit viel Hunger veranstalten viel Blödsinn...

Manchmal besuchen wir ein chinesisches Restaurant, den Porno-Chinesen. Wir nennen ihn so, weil er zwischen einem Puff und einem 'Institut für Ehehygiene' (dort kann man Gummimasken, Peitschen und sonstige Hygieneartikel kaufen) liegt. Im Unterschied zu den üblichen Glutamat-Bombern bietet er (der Chinese) eine traditionell chinesische Küche mit eher gemäßigten europäisierten Einflüssen. Um das zusammenzufassen: Saulecker.

So genießbar das Essen, so ungenießbar sind wir, solange wir noch nichts gegessen haben. Wir beginnen übrigens mit Dim Sum, einer Art Vorspeise.

In einigen Regionen Chinas gelten Dim-Sum angeblich als Hauptspeise, dort werden nur diese kleinen Häppchen verspeist. Möglicherweise sehen dort die Portionen aber auch viel größer aus. Oder es ist üblich, ganz viele verschiedene Gerichte... "Hör auf zu quatschen und gib mir endlich das Kung-Po-Huhn!"

Doch im Laufe des Abends... bessert sich die Laune.

Während einige noch etwas skeptisch schauen...

Können andere schon wieder lachen...Na, dann Prost...

Zwischendurch spielen sich wahrhaft dramatische Szenen ab:

"Ich will das letzte Stück Honigente," sagt der Herr im geschmackhüstel lila Hemd im Vordergrund und droht mit seinem Stäbchen.

"Geht nicht, habe ich gerade aufgegessen," antwortet der Herr im zeitlosen schwarzen Hemd im Hintergrund, "hihihi..."

"Rabääääh, dabei mag ich Honigente doch so gerne...", und er fing an bitterlich zu weinen.

Der unfreundliche Entendieb will besänftigen. "Ok, dann schmeiss ich halt ne Runde Sake," sagt er.

"Schmeckt schon wieder," der Lilamann scheint beruhigt.

Ein wenig zu beruhigt vielleicht von ein wenig zu viel Sakes vielleicht.

Macht nix, weiter essen...

Eigentlich verarbeitet der Chinese nur sehr frische Zutaten. Doch manchmal landen seltsame chinesische Gewürze im Essen...

...die einige von uns nicht vertragen. So entstehen manchmal Geschwüre am Kopf...

...oder die Nägel wachsen unnatürlich schnell. (Igitt, ihr hättet erstmal die Fußnägel der jungen Dame sehen sollen...)

Macht aber auch nix.

Nach dem Essen und dem Sake und dem Kaouljang (oder wie man das schreibt...) wechseln wir meistens das Etabless... Etebla... die Kneipe...

...und nach langer, sorgfältiger Auswahl...

...bestellen wir farblich aufeinander abgestimmte Getränke, bis...

...wir alle Halluzinationen haben und Aliens sehen, die über unseren Köpfen schweben...

So, und jetzt habe ich Hunger und höre auf mit dieser Story.