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9. Dezember 08  •  Rubrik Unterwegs, Tiere  •  Kommentar schreiben

Tiefflug durch die Everglades

Am letzten Tag der Kreuzfahrt war vor dem Heimflug so gerade noch ein Besuch der Everglades in Florida drin. Mit Sumpfboot-Fahrt und Alligatoren.

Äußerst praktisch: Die Touren am letzten Tag der Kreuzfahrt enthalten nicht nur einen Hinweis, welche Rückflüge man danach noch erreichen kann, sondern sie enden wahlweise direkt am Flughafen. So habe ich am Samstag Morgen in Fort Lauderdale meine Koffer in den Bus geschmissen und mich in die Everglades kutschieren lassen und später von dort aus zum Flughafen in Miami.

Wir kamen recht früh an dem kleinen Hafen mit angeschlossenem Campingplatz (dem Everglades Holiday Park) an, an dem gerade viele Gruppen und Familien Wochenendtouren in die Everglades vorbereitet haben, einige mit normalen Booten, einige mit Sumpfbooten. Und einige angelten sofort an Ort und Stelle; fand ich direkt an diesem kleinen Kraftwerk nicht so hübsch.

Laut Wikipedia haben die vielen Hurrikans 2005 auch die Everglades arg in Mitleidenschaft gezogen. Tatsächlich sah der Campingplatz noch arg abgerockt aus und auch später bei der Fahrt schienen mir ungewöhnlich viel zerstörte Bäume herumzuliegen.

Egal, ab aufs Sumpfboot jetzt...

Die Boote sind überdacht, haben etwa sechs Sitzreihen für etwa vier Personen; glücklicherweise saß ich alleine auf einer Bank. Hinten thronen zwei fette Motoren mit Propellern und der Fahrer sitzt dadrüber, daneben oder davor – jedes Boot ist etwas anders konstruiert. Die Motoren erzeugen einen heftigen Lärm, sodass die Fahrer sie für Ansagen über die kleine Lautsprecheranlage ausschalten.

Das Spannende in den Everglades sind aber nicht die Boote, sondern die Natur, durch die man brettert, die Tiere, die Pflanzenwelt, insbesondere Alligatoren und Waschbären. Wobei letztere zum bevorzugten Frühstück ersterer gehören.

Schade nur, dass die Alligatoren sich so wenig bewegen, denn besonders abwechslungsreiche Motive ergeben sie so nicht. Zudem sind sie ziemlich gut getarnt.

Nach der Bootstour haben wir eine Alligator-Show besucht, in der ein "Alligator Wrestler" viel erzählt und ein paar Kunststückchen vorgeführt hat. Interessant.

Leider hatte ich keine US-Dollar bei mir, sodass ich kein Trinkgeld geben konnte. Wie peinlich. Sollte ich zukünftig unbedingt dran denken, immer ein paar Scheinchen in der Landeswährung mitzunehmen. Und die Jungs da im Holiday Park haben noch was gut bei mir.

Auf dem Rückflug passierte dann nichts erwähnenswertes, und damit war meine kleine Atlantiküberquerung auch schon zu Ende. Schade.

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