Aufmacher
5. Dezember 09  •  Rubrik Unterwegs  •  Kommentar schreiben

Vorschau: In die Wüste

Durch die Wüste: Eine Woche auf Kamelen und zu Fuß durch die Sahara in Tunesien. Wir waren eine Gruppe von 15 Reiseteilnehmern, sieben Nomaden und ungefähr 20 Kamelen.

Die Wüste war anders als ich sie mir vorgestellt hatte, aber dadurch noch faszinierender. Sie bestünde ausschließlich aus Sanddünen, dachte ich mir, aber so war es nur in einigen Gegenden, nämlich in den Hochlagen. Die niedrigeren Gebiete bestanden aus Geröllfeldern mit kleinen Sandhaufen und überraschend viel Gestrüpp.

Am meisten hat mich an der Landschaft die Weite berührt und die absolute Ruhe (abgesehen von Windrauschen, Fliegengebrummsel und natürlich dem Lärm der Karawane) – beides besonders gut beim Reiten auf den Kamelen zu spüren. Ich hatte das Glück, dass mein Kamel meist den Treck angeführt hat, sodass ich nach jedem Erklimmen einer Düne eine umwerfende Sicht auf völlig unberührtes Land genießen durfte.

Zwischendurch haben wir einen kleinen Tafelberg bestiegen (naja, 20 Minuten lang ging es einen Geröllpfad bergauf, das war's dann schon), den Tembaine, und von dort oben sah die Weite noch weiter aus.

Tagsüber konnte man wahlweise laufen oder reiten, wobei ich jeden Tag eine kleine Etappe geritten und viel gelaufen bin. Kurz vor Sonnenuntergang haben wir unser Nachtlager aufgeschlagen und im Tageslicht noch so gerade Holz gesammelt, und dann begann das Kochen, Essen, Zusammensitzen, Singen und Genießen des ruhigen Abends. Es wurde allerdings schnell kalt, sodass wir höchstens ganz nah am Lagerfeuer ohne Pullover und dicke Jacke ausgekommen sind.

Na, aber nach fünf Übernachtungen waren wir dann an der Ziel-Oase angekommen, und dann fuhren wir mit Jeeps zurück ins Hotel und flogen am nächsten Tag wieder nach Hause. Schade natürlich. Selten hatte ich einen Urlaub erlebt, bei dem die Erholung so schnell und gründlich funktioniert hatte. Normalerweise heißt es ja, man benötige die erste Woche zum Runterkommen und beginnt erst in der zweiten, sich wirklich zu erholen. Dort in der Wüste war man nach einem Tag unten und schon am dritten hatten wir fast vergessen, welcher Wochentag war. Ich glaube, das war nicht meine letzte Wüstentour.

Weitere Bilder stelle ich nächste Tage online.

Weitersagen:

  • Email Favicon
  • Facebook Favicon
  • Google Favicon
  • LinkedIn Favicon
  • TwitThis Favicon

Kommentar schreiben

Name oder Pseudonym:

Kommentar: