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Mobilfunktarife für Smartphones

Mit einem Smartphone ala iPhone oder Android will man ständig mit dem Internet verbunden sein, ohne auf die Kosten achten zu müssen. Tarife, bei denen jede Minute oder jedes Megabye Geld kosten, eignen sich nicht, weil die Smartphones ja gerade dafür gemacht sind, sich ständig mit kleinen Datenhäppchen auf dem Laufenden zu halten. Eine Übersicht.

Das Smartphone soll im Hintergrund Mails abfragen, sich übers Wetter erkundigen, in den Socials wie Twitter oder Faceboom mithorchen, die RSS-Nachrichtenlage im Blick behalten und sich auch selbstständig um Updates des Betriebssystems und der Anwendungen kümmern. Der Anwender hat kaum eine Chance, die dabei oder auch beim normalen Surfen anfallenden Datenmengen auch nur abschätzen zu können. Beispielsweise ist Shazam eine Anwendung, die per Mikrofon ein paar Sekunden Musik aufnimmt und zur Identifizierung an einen Server schickt – aber wie viele Daten da fließen, weiß man nicht. Die einzig sinnvolle Alternative sind daher Flatrate-Datentarife.

Meine Meinung zur Netzqualität der vier deutschen Provider: T-Mobile und Vodafone haben die am besten ausgebauten Netze, und zwar auf fast gleichem Niveau. Auf dem flachen Land oder tief in Gebäuden mag sich deren Qualität im Einzelfall allerdings durchaus unterscheiden. (Beispielsweise gibt es auf Sylt eine Kneipe am Strand, wo Vodafone geht, aber T-Mobile nicht.) O2 fällt demgegenüber außerhalb der Städte deutlich ab. (Wieder Beispiel Sylt: Schon in einer Strandkneipe in der Insel-Hauptstadt Westerland war kein O2-Empfang, aber fast Vollausschlag bei T-Mobile und Vodafone.) E-Plus kommt momentan nicht in Frage, weil die Daten nur per UMTS- oder gar GPRS-Geschwindigkeit fließen, was gegenüber dem inzwischen üblichen HSPA kaum noch akzeptabel ist. Der Ausbau soll dieses Jahr beginnen, aber man darf wohl davon ausgehen, dass die Abdeckung mit schnellen Datendiensten auch danach hinter O2 zurückbleiben wird. Da ich O2 schon für grenzwertig halte, rate ich von E-Plus für Smartphones ab und berücksichtige weder E-Plus-Tarife noch die der Reseller wie Aldi Talk, Base, Blau und Simyo.

Ich vergleiche die Online-Versionen der Verträge, also bei Abschluss per Internet. Was ich hier gar nicht berücksichtige: Anschlussgebühren und Vergünstigungen in den ersten Monaten. Wenn ein woanders erwähnter Reseller in einer Rubrik nicht auftaucht, hat er dort nix, beispielsweise gibts bei 1&1 keine aufs Handy buchbare Festnetznummer. Reseller, die deutlich teurer als die erwähnten sind, bleiben ungenannt.

Verträge mit kleinem Datenvolumen

Die günstigsten Verträge haben allesamt eine Beschränkung auf ein paar Hundert MByte. Beim normalen oder sogar ausgedehnten Surfen reicht das völlig, doch sobald man sich ab und zu Anwendungen aufs Smartphone lädt, stößt man an die Grenze. Wenn man darauf achtet, diese Brocken nur per WLAN herunterzuladen, sind das ideale, kostengünstige Tarife.

200 bis 500 MByte

T-Mobile:
35 Euro mit 300 MByte

Vodafone:
15 Euro mit 200 MByte
30 Euro mit 300 MByte

O2:
8,50 Euro mit 200 MByte

Tchibo (im O2-Netz):
10 Euro mit 500 MByte

StarMoney (im Vodafone-Netz):
32 Euro mit 500 MByte

  • T-Mobile hat die Combi Flat-Tarife, doch beim billigsten, Combi Flat XS für 20 Euro, wartet eine Kostenfalle: Wenn die 200 MByte Datenvolumen aufgebraucht sind, werden unverschämte 50 ct pro Megabyte abgerechnet – immerhin nur bis zu einer Obergrenze von 100 Euro, aber dennoch: Der Tarif eignet sich für Smartphones nicht. Der günstigste ohne Kostenfalle ist Combi Flat S für 35 Euro, der nach 300 MByte gedrosselt wird.
  • Vodafone bietet beim SuperFlat Internet bessere Konditionen, für 15 Euro hat man 200 MByte mit Drosselung beim Überschreiten. Die nächsthöheren Tarife für 30 Euro heben die Grenze auf 300 MByte und bieten ein paar Telefonie-Vergünstigungen.
  • O2 hat mit O2 o einen echt fairen Tarif herausgebracht: keine Grundgebühr, Minutenpreis 13 ct. Einen Datentarif muss man zusätzlich draufbuchen. Der günstigste für 4,25 Euro bietet nur 30 MByte plus Zusatzgebühren beim Überziehen, ist also ungeeignet. Das Internet-Pack-M für 8,50 Euro hat 200 MByte Volumen mit darauffolgender Drosselung. Mindestlaufzeit nur drei Monate.
  • Tchibo als O2-Reseller schnürt etwas ähnlich O2 o, aber mit 500 MByte Daten für 10 Euro.
  • StarMoney ist ein Vodafone-Reseller, der für insgesamt 32 Euro 500 MByte zugesteht.

Mein Favorit: O2 in Großstädten, sonst Vodafone.

Verträge mit mindestens 1 GByte

Wer täglich stundenlang ohne WLAN in der Umgebung das Smartphone nutzt, mag mit 300 MByte nicht auskommen, beispielsweise wenn man zu Hause kein WLAN hat oder das auf der Arbeitsstelle nicht nutzen darf. Die 1-GByte-Grenze dürfte man schwerlich sprengen – größere Volumen braucht man wahrscheinlich nur, wenn man sehr viel runterlädt (beispielsweise oft Musik online streamt) oder zusätzlich per Notebook über diesen Vertrag surft.

Mindestens 1 GByte

T-Mobile:
50 Euro mit 1 GByte
35 Euro mit Hotspot-Flat

Vodafone:
45 Euro mit 1 GByte

O2:
21 Euro mit 5 GByte

1&1 (im Vodafone-Netz):
20 Euro mit 1 GByte

Tchibo (im O2-Netz):
20 Euro mit 5 GByte

  • T-Mobile verlangt 50 Euro für die Combi Flat M und drosselt nach 1 GByte. In den Tarifen ab Combi Flat S für 35 Euro mit 300 MByte ist eine WLAN-Flatrate für die Hotspots von T-Mobile enthalten. Wenn man genau weiß, dass man das Smartphone oft im Bereich dieser Hotspots nutzen will, mag das eine Alternative sein.
  • Vodafone drosselt ebenfalls nach 1 GByte, das heißt SuperFlat Internet und kostet 45 Euro.
  • O2 drosselt erst nach 5 GByte und will dafür nur 21,25 Euro haben – Internet-Pack-L. Doch ein Wort zu Telefongesprächen: Dieser Tarif ist auch deswegen so viel billiger als bei den beiden anderen, weil er keinerlei Gespräche umfasst – selbst die Mobilboxabfrage kostet. Bei T-Mobile und Vodafone telefoniert man in obigen Tarifen ins Festnetz und eigene Funknetz umsonst. Allerdings: Für die Differenz kann man bei O2 weit über zwei Stunden telefonieren, weil eine Minute nur 13 ct kostet.
  • 1&1 funkt im Vodafone-Netz und bietet mit Surf-Flat Plus einen Tarif mit Drosselung ab 1 GByte für 20 Euro. Wie O2 ist das so günstig, weil jede Telefonieflat fehlt. 20 ct/min.
  • Tchibo macht das ebenso, 20 Euro für 5 GByte im O2-Netz.

Mein Favorit: 1&1, wenn man sich weg von den Großen traut. Sonst in Großstädten O2, außerhalb Vodafone. Bei überwiegend T-Hotspot-versorgtem Einsatz vielleicht auch T-Mobile.

Die Festnetznummer (Homezone)

Die O2 Homezone brachte vor Jahren (damals hieß der Laden Viag Interkom) ein tolles Konzept: Man bekommt eine Festnetznummer, die für Anrufer günstig (sogar umsonst, falls sie eine Festnetz-Flat haben) anwählbar ist. Hält man sich in seiner Homezone auf, landen die Festnetzanrufe ohne Aufpreis auf dem Handy, zudem telefoniert man etwas günstiger. Was bei Festnetz-Anrufen passiert, wenn man außerhalb der Homezone ist, lässt sich einstellen: Entweder eine kostenpflichtige Weiterleitung aufs Handy oder eine kostenfreie Umleitung auf die Mobilbox. Inzwischen haben T-Mobile und Vodafone so etwas auch im Angebot.

Mit Homezone

T-Mobile:
40 Euro mit 200 MByte
50 Euro mit 1 GByte

Vodafone:
20 Euro mit 200 MByte
30 Euro mit 300 MByte
45 Euro mit 1 GByte

O2:
26 Euro mit 200 MByte
38 Euro mit 5 GByte

  • T-Mobile nennt diese Funktion "T-Mobile@home". In den günstigen Tarifen kostet sie 5 Euro, ab Combi Flat M ist sie enthalten. Also 40 Euro mit 300 MByte und 50 Euro mit 1 GByte.
  • Vodafone bietet das als "ZuhauseOption" für 5 Euro an, in den Tarifen mit Festnetz-Flat ist sie enthalten. Also: 20 Euro mit 200 MByte, 30 Euro mit 300 MByte und 45 Euro mit 1 GByte.
  • O2 packt die Festnetznummer inzwischen ausschließlich in den Tarif "O2 Mobile Flat" für 17 Euro. Zusammen mit den Internet-Tarifen ergeben sich 25,50 Euro mit 200 MByte und 38,25 Euro mit 5 GByte.

Mein Favorit: Vodafone, ab 1 GByte in Großstädten O2.

Vieltelefonierer und -SMSler

Für 20 Euro kann man bei T-Mobile und Vodafone mit ihren 29 ct/min etwa 70 Minuten telefonieren, bei O2 mit 13 ct sind es 150 Minuten. Weitergehende Überlegungen sind also erst ab Gesprächsmengen von weit über drei Stunden pro Monat interessant. Festnetz-Flatrates gibt es erstaunlich günstig, doch das Telefonieren in fremde Mobilnetze bleibt teuer. Tarife mit Inklusivminuten berücksichtige ich hier nicht; sie können im Einzelfall etwas günstiger sein, doch muss man dazu sein Telefonieverhalten sehr genau kennen. Generell lohnen sich diese teuren Tarife allesamt nur, wenn man ein über das gesamte Jahr sehr gleichmäßiges Telefonieverhalten hat – inklusive Urlaub.

Festnetz-Flatrate

T-Mobile:
35 Euro mit 300 MByte
50 Euro mit 1 GByte

1&1 (im Vodafone-Netz):
30 Euro mit 1 GByte

Tchibo (im O2-Netz):
23 Euro mit 500 MByte
33 Euro mit 5 GByte

mit Festnetz-Nummer

T-Mobile:
40 Euro mit 300 MByte
50 Euro mit 1 GByte

Vodafone:
30 Euro mit 300 MByte
45 Euro mit 1 GByte

O2:
24 Euro mit 200 MByte
38 Euro mit 5 GByte

mit Mobilfunk-Flat

(ohne Festnetz-Nummer)

O2:
max. 60 Euro mit 200 MByte
max. 72 Euro mit 5 GByte

mit Festnetz-Nummer

T-Mobile:
110 Euro mit 1 GByte

Vodafone:
105 Euro mit 1 GByte

  • T-Mobile: Festnetz-Flat in obigen Tarifen enthalten, also 35 Euro für 300 MByte, 40 Euro mit Festnetznummer. Mobilflat für 110 Euro inkl. 1 GByte, 3000 SMS und Festnetz-Nummer.
  • Vodafone: Festznetz-Flat ab 30 Euro mit 300 MByte und Festnetz-Nummer. Mobilflat 105 Euro mit 1 GByte, 3000 SMS und Festnetznummer. Im 45 Euro 1-GByte-Tarif ist außer Festnetz- und Vodafone-Flat auch eine einjährige Flatrate in ein Mobilfunknetz (das man beim Bestellen auswählen muss) enthalten, was aber nur in Spezialfällen einen Vorteil bringt.
  • O2 hat für O2 o den Kosten-Airbag erfunden. Die Gesprächskosten betragen dabei maximal 51 Euro, zuzüglich den Internet-Gebühren kommt man also auf 59,50 Euro mit 200 MByte und 72,25 Euro mit 5 GByte – und das sind Maximalwerte; wenn man wenig telefoniert, zahlt man diese Obergrenze natürlich nicht. Eine Festnetz-Flatrate gehört allerdings nicht zu diesem Tarif, sodass man teurer telefoniert als bei T-Mobile und Vodafone, wenn man mehr als ungefähr drei Stunden Festnetz-Telefonate pro Monat führt. Wer eine Festnetznummer haben will, muss zum Vertrag o2 Mobile Flat, der keinen Kosten-Airbag vorsieht, aber eine Festnetz- und O2-Flatrate beinhaltet. Mit den Internet-Gebühren ergeben sich 23,50 Euro mit 200 MByte und 38,25 Euro mit 1 GByte. Die grob 80 Euro Unterschied zu T-Mobile/Vodafone entsprechen beim Minutenpreis von 25 ct 320 Minuten – wenn man mehr zu fremden Mobilnetzen telefoniert, sind obige günstiger.
  • 1&1 hat für 30 Euro eine Festnetz-Flat bei 1 GByte Datenvolumen, aber keine zubuchbare Festnetznummer.
  • Tchibo hat eine Festnetz-Flat im O2-Netz mit 500 MByte Datenvolumen für 23 Euro, mit 5 GByte für 33 Euro – und mit günstigeren Minutenpreisen in andere Mobilnetze als O2 selbst.

Mein Favorit: Erst ab drei Stunden Telefoniedauer pro Monat interessant. Mit den erwähnten Einschränkungen sind O2, Tchibo oder 1&1 einen Blick wert. All-Flat mit Festnetz-Nummer: Vodafone und T-Mobile dicht beieinander.

Sonderfall Apple iPhone

Obige Tarife habe ich ohne Handy gerechnet, weil das besser vergleichbar ist und das Sponsoring der Provider inzwischen meist nur daraus besteht, den Gerätepreis durch 24 zu teilen, es ist also quasi nur ein Dahrlehn mit Zinsen nahe Null. Eine Besonderheit ist dabei allerdings Apples iPhone, das trotz aller Fortschritte der Smartphone-Konkurrenz immer noch als in vielen Belangen bestes Smartphone durchgeht. Es ist allerdings in Deutschland offiziell nur bei T-Mobile erhältlich. Die iPhone-Tarife kosten 5 (Complete XS, wegen 200-MByte-Kostenfalle nicht empfehlenswert) oder 10 Euro (Complete S, M, L) mehr als die ähnlich ausgestatteten obigen Tarife, dazu kommen die Gerätepreise zwischen 1 und 340 Euro.

In einigen Ländern darf es diese exklusive Bindung oder überhaupt Handys mit SIM-Lock nicht geben, sodass man dort das iPhone einfach so bekommt und es hierzulande mit einer beliebigen SIM nutzen kann. Allerdings ist bei Fehlern am Gerät nach EU-Recht der Händler der Ansprechpartner für Gewährleistungsfragen, nicht der Hersteller. Apple tritt erst bei Garantieansprüchen auf, und weigert sich wohl manchmal, die Importgeräte zu reparieren – gültig sind übrigens nicht die deutschen Garantiebedingungen, sondern diejenigen des Lands, wo man gekauft hat.

Als Ausweg aus dieser Unsicherheit bieten inzwischen einige deutsche Firmen die Importe an und übernehmen Gewährleistungsansprüche und soweit ich weiß auch die Garantieabwicklung. Aber das lassen sie sich natürlich bezahlen. Anbieter sind beispielsweise 3GStore (3GS mit 32 GByte für 900 Euro, 3GS/16 für 800 Euro, 3G/8 für 600) oder Phones and More / MLS (3GS/32 850, 3GS/16 750, 3G/8 590).

zwei Jahre iPhone 3GS/16

geringes Datenvolumen:
1180 Euro: T-Mobile (300 MB)
1110 Euro: Vodafone (200 MB)
1470 Euro: Vodafone (300 MB)
954 Euro bei O2 (200 MB)

mit Festnetznummer:
1300 Euro: T-Mobile (300 MB)
1230 Euro: Vodafone (200 MB)
1362 Euro: O2 (200 MB)

mindestens 1 GByte ggf. ohne Festnetznummer:
1480 Euro: T-Mobile (1 GB)
1830 Euro: Vodafone (1 GB)
1260 Euro: O2 (5 GB)
1230 Euro: 1&1 (1 GB)
1230 Euro: Tchibo (5 GB)

Folgekosten iPhone

Kleine Tarife:
T-Mobile: 540 Euro (300 MB)
Vodafone: 180 Euro (200 MB)
O2: 102 Euro (200 MB)

Große Tarife ohne Festnetznummer:
O2: 255 Euro (5 GB)
1&1: 240 Euro (1 GB)
Tchibo: 240 Euro (1 GB)

Große Tarife mit Festnetznummer:
T-Mobile: 720 Euro (1 GB)
Vodafone: 360 Euro (1 GB)
O2: 459 Euro (5 GB)

So direkt lässt sich das alles gar nicht vergleichen. Ein Versuch über zwei Jahre:

  • 300-MByte-Vertrag mit 3GS/16GB: Bei T-Mobile zahlt man 100 Euro für das Gerät und 24 × 45 Euro (plus fünf für die Festnetznummer), also 1180/1300 Euro. In gewisser Hinsicht kostet das iPhone also 24 × 10 + 100 = 340 Euro.
    Ein Vertrag mit 200 MByte bei Vodafone kostet 15 Euro, also 360 in zwei Jahren oder 480 Euro mit Festnetznummer. Zuzüglich den 750 Euro fürs obige Gerät kommt man auf 1110/1230 Euro. Will man den Vodafone-Vertrag mit 300 MByte für 30 Euro, liegt man bei 1470 Euro, also über den T-Mobile-Tarifen. Bei O2 kostet der günstigste Vertrag 8,50 im Monat, was mit Gerätepreis in zwei Jahren 954 Euro sind. Der Vertrag mit Festnetznummer kostet aber 25,50, also 1362 Euro in zwei Jahren.
  • 1-GByte-Vertrag: T-Mobile will dann 40 Euro fürs iPhone und 60 im Monat, also 1480 Euro; Gerätepreis quasi 280 Euro.
    45 Euro kostet so ein Vertrag bei Vodafone, also 1830 Euro mit Gerät. O2 ohne Festnetz-Nummer 21,25, also 1260 Euro, mit Festnetz 1668 Euro. 1&1 und Tchibo kommen mit ihren 20-Euro-Tarifen auf 1230 Euro.

Deutlich teurer wird T-Mobile in den Folgejahren, da zahlt man pro Jahr 540/720 Euro für 300 MByte ohne Festnetz / 1 GByte mit Festnetznummer. Bei Vodafone kostet das 180/360 Euro und bei O2 102/459 Euro. Ohne Festnetznummer zahlt man bei 1&1 und Tchibo pro Jahr 240 Euro für mindestens 1 GByte. Aber: Wenn man sich die Entwicklung der Smartphones in den vorigen zwei, drei Jahren anschaut und das auf die nächsten zwei hochrechnet, will niemand das 3GS in zwei Jahren noch benutzen. Das heißt: Sobald diese Deals sich lohnen, will man ein neues Telefon haben und bekommt auch sein 3GS kaum noch verkauft.

Mein Favorit: Wenn iPhone, dann bei T-Mobile kaufen, solange die freie Version nicht für weit unter 500 Euro zu bekommen ist.

Auslandsnutzung

Die Kurzform: Daten-Roaming abschalten und nach WLANs Ausschau halten. Ich habe alle Preise auf 1 MByte hochgerechnet, was ungefähr die Menge ist, die ein Aufruf von Seiten wie Spiegel Online samt aller Werbung kostet. Wobei die Smartphones wahrscheinlich nicht jede Werbung komplett laden, sodass man möglicherweise auch mal mit nur einem Halben oder Viertel Megabyte auskommt. Update März 10:Zum 1. März 10 hat die EU eingeführt, dass Mobilfunkprovider ihre Kunden per SMS informieren müssen, wenn die Roaming-Gebühren eine gewisse Grenze erreicht haben (Details). Soweit ich das verstehe, kommt die Warnung aber nur, sofern man in der EU bleibt – im übrigens Ausland haben die Provider ihre unverschämten Kostenfallen weiterhin aufgestellt.

  • T-Mobile verlangt in Ländergruppe 1 (Europa) pro Megabyte 1,90 Euro, in anderen Ländern 10 bis 16 Euro. Selbst wenn man einen Tarif mit Hotspot-Flatrate hat, kosten die im Ausland 1,50 Euro pro 10 Minuten.
  • Vodafone verlangt 3,70 Euro pro Megabyte in der EU, darüber hinaus 10 bis 20 Euro.
  • O2 hat für Europa eine Deckelung auf 15 Euro am Tag, dadrunter zahlt man 7 Euro pro Megabyte. Über 50 Megabyte pro Tag werden allerdings doch wieder 2 Euro pro Megabyte fällig. Außerhalb Europas 12 bis 15 Euro pro Megabyte.
  • Ähnlich teuer sind die Reseller, bei einigen finde ich gar keine Hinweise zu den Preisen fürs Datenroaming. Möglicherweise haben sie das direkt ganz gesperrt, wahrscheinlich die fairste Methode.

Mein Favorit: Unverschämte Saubande allesamt.

Notebook-Nutzung

Das Ankoppeln des Handy ans Notebook ist umständlich, lahm und saugt den eh meist knappen Smartphone-Akku schnell leer. Auf diese Notlösung gehe ich also gar nicht weiter ein – viel besser surft man also per ins Notebook eingebautes UMTS-Modul oder per USB-UMTS-Stick. Von seinem Handy-Provider benötigt man dazu eine zweite SIM, aber nur wenige erlauben überhaupt, die dann im Notebook zum Surfen zu benutzen. Für den regelmäßigen Einsatz lohnt das sowieso erst ab den 1-GByte-Verträgen:

  • T-Mobile: Das Verhalten ist undurchsichtig, aus den Online-Dokumenten nicht herauszulesen. Bei einigen älteren iPhone-Verträgen war die Zweitnutzung erlaubt, mittlerweile angeblich nicht mehr.
  • Vodafone: Notebook-Nutzung der Zweit-SIM explizit ausgeschlossen.
  • O2: Das Internet-Pack-L für 21,25 Euro mit 5-GByte-Volumen beinhaltet ausdrücklich das Surfen per Notebook, die dazu nötige Multicard kostet einmalig 25 Euro.
  • Bei den Resellern finde ich keinen Hinweis auf Zweit-SIMs.

Mein Favorit: O2 in Großstädten, sonst eine der folgenden Möglichkeiten.

Separate Notebook-Verträge

Die separaten Verträge sollen eigentlich gar kein Thema dieses Artikels sein, aber beim Recherchieren habe ich ein paar besonders interessante gefunden.

Zur gelegentlichen Nutzung empfehlen sich Tagesflatrates. Sie haben keine Grundgebühr, sondern man zahlt nur für die Tage, an denen man Online ist. Interessant ist das Datenvolumen und ob es sich um eine 24-Stunden-Flatrate handelt oder ob sie um 0 Uhr getrennt (bzw. erneut berechnet) wird.

  • Der Pro7-Stick funkt im Vodafone-Netz. Tagestarif 2 Euro, zusätzlich ein 3-Tage-Tarif für 4 Euro; Verbindung wird nach 1 GByte Volumen getrennt. Besonders interessant: Für 9 Euro gibt es 7 Tage mit einem Datenvolumen von 2 GByte. EU-Tarif 20 Euro pro Tag und Trennung nach 50 MByte, USA und ein paar andere 40 Euro. Ist ohne Stick für 5 Euro als SIM-only bestellbar.
  • Vodafone Websession ist im Inland etwas teurer (24 Stunden 5 Euro, 7 Tage 10 Euro, beides auf 1 GByte beschränkt), im Ausland etwas billiger: 15 und 30 Euro für EU und erweiteren Bereich. SIM-Only für 20 Euro, mit etwas älterem Stick 30 Euro.
  • Fonic funkt im O2-Netz für 2,50 Euro bis 24 Uhr. Auslandseinsatz nicht möglich. Derzeit nur mit Stick erhältlich. Update März 10: Fonic hat eine monatliche Obergrenze von 25 Euro eingeführt. Wer mehr als 10 Tage im Monat online ist, zahlt nur 25 Euro. Wer seltener online ist, zahlt natürlich weniger. Bisher wurde allerdings nach 1 GByte pro Tag gedrosselt, nun sind es 500 MByte – keine praxisrelevante Einschränkung.
  • Für den gelegentlichen Einsatz gelten die Vorbehalte gegen E-Plus nicht ganz so stark. Doch kosten die Tagestarife von AldiTalk, Base oder Blau mindestens 2 Euro und sind dadurch doch wieder uninteressant. Zwei Ausnahmen vielleicht: Blau.de und Simyo haben Tarife ohne Grundgebühr, auf die man für 10 Euro ein Datenvolumen von 1 GByte buchen kann, das 30 Tage lang gültig ist. Vor der Bestätigungs-SMS und nach dem einen Gigabyte werden aber zumindest bei Blau fies hohe Kosten fällig.
  • Wer regelmäßig im Ausland weilt, sollte sich dort nach Tages-Flatrates umsehen, beispielsweise bietet Vodafone ähnliche Tarife zumindest in Großbritannien, Malta und Niederland an. Man muss aber wohl jemand Einheimischen bestellen lassen, und ob man die Karten mit deutschen Kredit- oder Guthabenkarten füllen kann, weiß ich nicht.

Mein Favorit: Pro7 SIM-only; wer noch keinen Stick hat ggf. Vodafone. (Auch nach dem Fonic-Maximalbetrag)


Komplett-Flatrates lohnen sich, wenn man für die Tages-Flatrates monatlich mehr als 20 Euro ausgibt, und zwar regelmäßig mehrere Monate am Stück. Besonders wichtig ist, auf eine kurze Kündigungsfrist zu achten, weil erstens die Preise ständig fallen und zweitens nicht immer so klar ist, ob man das Notebook wirklich auch in ein paar Monaten noch so häufig per UMTS betreibt. Ein paar günstige mit weniger als zwei Jahren Laufzeit sind:

  • O2: Der erwähnte Vertrag ohne Grundgebühr mit der 5-GByte-Flat für 21,25 Euro. Der Datentarif ist nach drei Monaten monatlich kündbar.
  • FastSIM (bis 31.1.10?): 20 Euro, wenn man nach 6 Monaten kündigt, danach 30. T-Mobile- oder Vodafone-Netz, 5-GByte-Drosselung, keine Mindestlaufzeit.
  • Simply: 20 Euro, wenn man nach einem Jahr wieder kündigt, danach 30. Drosselung ab 5 GByte, T-Mobile-Netz, ohne Mindestlaufzeit.

Mein Favorit wäre: Simply oder in Städten O2.

Updates

24.1.10: erste Fassung
30.3.10: Fonic Dayflat-Obergrenze; EU-Regulierung fürs Roaming

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