2. November 05  •  Rubrik Kamera & Zubehör  •  Kommentar schreiben

Ein neues Spielzeug: Nikon D50

Meine Kompaktdigital­kamera Canon Power­Shot G2 bietet mir zu wenig Möglich­keiten, also musste eine digitale Spiegel­reflex her: Nikon D50.

So, es reicht. Meine alte Kamera, eine Canon PowerShot G2, kann ein paar Dinge nicht, die mir wichtig sind, also musste ich in den teuren Apfel beißen und mir eine Spiegelreflex kaufen. Nach längeren Überlegungen und Abwägungen zwischen fotogafenhandwerklicher Unfähigkeit, tollen Features und Kontofüllstand ists dann die Nikon D50 im Kit mit zwei Objektiven (18-55, 55-200) geworden.

Ansich hätte ich die D70 gewählt, aber als fotografischer Laie schien mir die D50 passender zu sein, weil deutlich billiger. Die im Vergleich zur D70 fehlenden Features benötige ich momentan sowieso nicht. Und wenn meine Ansprüche mal wachsen, kann ich immer noch zu einer dickeren Nikon greifen, dann vielleicht direkt die D200 oder was so in drei bis fünf Jahren aktuell und gut ist.

Erste Erfahrungen habe ich inzwischen gesammelt, und ein paar Kleinigkeiten fehlen mir zwar (z.B. Knöpfe, um Bracketing und die Belichtungsmessung direkt einzustellen), aber dennoch habe ich nicht einmal ansatzweise alle Möglickeiten der Kamera kennen gelernt. Ein bisschen nervt die Doppelbelegung der Tasten neben dem Display: Wenn ich bei der Bildkontrolle merke, dass ich was umstellen möchte, und wenn ich dann dazu einen der Knöpfe zum Ändern der Empfindlichkeit oder des Weißabgleichs drücke, ist die Kamera noch im Bildanzeigemodus, in dem die ISO- und WB-Tasten eine andere Bedeutung haben – zum Glück keine allzu schädliche. Meist schalte ich daher das Kontrolldisplay ab. Beim Bracketing ist ungewohnt, drei Mal auslösen zu müssen – bei der alten G2 hat ein Knopfdruck gereicht, um alle drei Bilder zu schießen.

Noch experimentiere ich mit vielen Kleinigkeiten, beispielsweise mit RAW als Aufzeichnungsformat. Frißt Platz und kostet Zeit beim Nachbearbeiten, aber ich gewinne viele Möglichkeiten. Zumindest in komplizierten Situationen werde ich das wohl beibehalten. Und irgendwie muss man die Festplatten ja voll bekommen...

Da ich wohl recht viel bei wenig Licht fotografieren möchte, habe ich mich nach lichtstarken Objektiven umgeschaut. Dummerweise macht die Brennweitenverlängerung der Digitalkameras die weitwinkeligen Versionen sehr teuer. Mal sehen, bei eBay habe ich auf ein paar F1.8-Objektive geboten.

Ein 50mm/F1.4 habe ich zum Probieren übers Wochenende hier, allerdings nur die MF-Version ohne Autofokus. Der Sucher der D50 ist zu klein und der Schärfeindikator zu fummelig, um damit vernünftig manuell scharf stellen zu können. Die Schärfentiefe ist bei Blende 1.4 natürlich extrem gering – bei Portraits sind ein paar Barthaare und die Augenbrauen scharf, aber Ohren und Nase schon wieder leicht unscharf. Vielleicht doch lieber nur F2.8? So schlimm sehen die Bilder bei 800 oder 1600 ISO nun auch wieder nicht aus...

Updates

2.11.05: erste Fassung
14.12.05: aufgehelltes Bild für F1,4 genommen
28.10.06: kleine Layoutänderungen
5.11.06: Bilder neu entwickelt
22.8.07: leicht gekürzt, Bilder raus
18.9.09: letzte Überarbeitung

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