21. Mai 11  •  Rubrik Bearbeitung & Profile  •  Kommentare lesen (1) •  Kommentar schreiben

Geotagging mit Android

Bisher benutzte ich zum Geotaggen von Fotos einen separaten kleinen GPS-Empfänger, den ich zurück am PC dann per USB ausgelesen habe. Inzwischen sollten Smartphones das doch alles besser können, oder? Ein Praxistest unter Android.

Unter Android nutze ich zwei Apps zum Aufzeichnen meines Wegs: Seit kurzem Runtastic, wenn es eine eher sportliche Runde sein soll, und Google My Tracks für die übrigen Strecken. Gerade während des Rügen-Urlaubs habe ich beides mal ausprobiert, und zwar mit Erfolg:

Die Runtastic-Website hat eine Download-Funktion für die Sportstrecken. Sie landen dann als GPX-Datei auf der Platte.

Runtastic gibt es in mehreren Versionen, ich nutze derzeit zum Testen noch die kostenlose. Die nimmt den Track per GPS auf, hat selbst aber keine Funktion, um mehr damit zu machen als ihn anzuzeigen. Bei der 5 Euro teuren Pro-Version ist als zusätzliches Feature "GeoTagging" aufgeführt, evtl. geht damit mehr. Doch auch mit der kostenlosen Version kommt man weiter, wenn man sich einen Account bei deren Internetseite Runtastic.com anlegt: Dorthin lädt man sich den Track hoch, schaut ihn sich am PC an und findet die Option "Download GPX". Anklicken, und schon landet die GPX-Datei auf der lokalen Platte.

Bei Google My Tracks hingegen kann die App selbst den richtigen Export: Man lädt den Track, tippt auf das Icon unten rechts und wählt im sich öffnenden Menü "Mit Freunden teilen..." aus. Dann kann man zwischen vier Formaten wählen: GPX klappte bei mir, mit der KML-Datei könnte das u.g. Tagging-Programm nichts anfangen, die beiden anderen Formate habe ich nicht ausprobiert. My Tracks speichert die Datei dann auf der SD-Karte ab und bietet an, sie auf die unter Android üblichen Wege zu verteilen, also per Mail, per Dropbox oder je nach installierten Apps weiteren Wegen. Die Datei landet dann entsprechend irgendwie auf dem PC, fertig.

My Tracks kann den Track auch zu Google Maps hochladen, sodass man ihn sich am PC über maps.google.com anschauen kann. Eine Export-Möglichkeit gibt es, und zwar indem man auf "In Google Earth anzeigen" klickt. Maps schickt dann eine KML-Datei, doch mit der bin ich nicht weiter gekommen.

GeoSetter platziert die Fotos auf von Runtastic exportieren GPX-Tracks.

Ein Wort noch zum Vergleich der Apps: Runtastic ist für Sport natürlich besser, weil die App mehr Daten sammelt – sogar einige Herzfrequenzmessern kann er auswerten. My Tracks scheint mir jedoch weit sparsamer mit dem Akku umzugehen.

Wenn die GPX-Datei dann auf dem PC ist, funktioniert das Geotaggen wie bisher. Den Workflow mit Lightroom und dem tollen Geotagger-Programm GeoSetter habe ich hier beschrieben. GeoSetter kommt übrigens auch mit dem RAW-Dateien meiner neuen Sony NEX5 zurecht, die dort ARW heißen. (Den Austausch der GPS-Koordinaten zwischen GeoSetter und Lightroom führe ich aber weiterhin per XMP-Datei durch, weil wie hier beschrieben mir das Schreiben der kompletten RAW-, DNG- oder ARW-Datei zu lange dauert.)

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Kommentare (1)

iMattmax schrieb am Donnerstag, 1. März 12, 16:00 Uhr (#1/id107)

Super, genau das, was man zum Geotaggen braucht…

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