Umräumen: Das erste Umräumen
Mir war so langweilig, da habe ich umgeräumt... und es das erste Mal dokumentiert...
Mir war so langweilig, ich habe meine Bude umgeräumt. Schaut euch die folgenden Bilder nur an, wenn euch auch super langweilig ist. Denn die Bilder sind noch langweiliger, als es mir war. Achja, ich habe mir eine Digicam gekauft, und das ist schon fast der einzige Grund für die Fotos hier. Spannend, nicht? Wenn euch schon der Text hier anödet, dann geht schnell auf den Back-Button. Und sagt später nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.
Zuerst habe ich den WG-Server abgeklemmt und alle Hochgeschwindigkeits-Leitungen gekappt. Daher war ich ein paar Stunden nicht online. Seltsam, das Web ist trotzdem nicht zusammengebrochen. Wie konnte das geschehen? Sollte ich die Wichtigkeit meiner Server überschätzt haben? Ich habe in meine Todo-Liste geschrieben, endlich mal irgendwann DYNDNS zu installieren, damit das Internet überhaupt mitbekommt, dass es mich gibt. Wer weiß, was DYNDNS ist, könnte jetzt über diesen flachen Witz lachen. Falls ihr es nicht wisst: Auch egal. War kein besonders guter Witz.
Mist, hat sich da viel Krempel und Müll angesammelt... Möglicherweise sollte ich doch mal ein wenig Altpapier oder leere Kartons oder alte Zeitschriften oder Pizza-Kartons oder alte Monitore oder ... ach, alles hier halt ... runterbringen...
Dann habe ich die Bücher- und Musikwand umgebastelt... Hach, hatte ich nicht eine sehr originelle Idee, den Durchgang ins Schlafzimmer im Regal zu verstecken? So einen Durchgang durch ein Regal in ein anderes Zimmer wollte ich schon immer haben, hier konnte ich die Idee endlich verwirklichen. Wirklich praktisch ist das natürlich nicht: Das häßliche Regal verdeckt die ansich sehr schöne Altbau-Tür, wenn ich eine Frau durchtrage, ecke ich dauernd an (naja, eigentlich eckt sie an, also ists so schlimm auch nicht). Aber viel besser könnte ich die Seite des Wohnzimmers auch nicht nutzen, also lasse ich das erstmal weiterhin so.
Nun hatte ich Platz, um die gemütlicher Ecke fertig zu bauen. Früher hätte man das wohl die Sofaecke genannt oder die Sitzecke. Heute heißt das wohl Chillout-Area. Hinten erkennt ihr das Entertainment-Center, also den Fernseher. Rechts Ansätze von Deko: Das Mini-Regal dient nicht nur der Aufnahme von durchaus praxisrelevanten Alkoholika, sondern oben drauf trohnt eine völlig nutzlose alte Schreibmaschine. Immerhin funktioniert sie noch.
Das Sofa links, nunja, sagen wir mal, auf dem Foto erkennt man diverse Details nicht... ich muss endlich mal den Bezug in die Reinigung geben, dringend... der lila Eimer im Vordergrund soll übrigens kein weiteres Design-Element sein, sondern stand da einfach nur mit ein wenig dreckigem Putzwasser herum.
Daraufhin habe ich meinen Arbeitsplatz wieder in Gang gebracht... oder erstmal aufgestellt. Das Regal direkt neben dem Schreibtisch hat sich sehr gut bewährt, so hatte ich alles prima im Griff.
Aber dann habe ich gesehen, was im Flur alles noch zu tun ist. Hinten im Regal steht nur Mist, vorne steht noch gar nichts. So ohne Regale sieht der Flur supergroß aus. Jedes Mal überlege ich dann, ob ich dort nicht was anderes als nur Regale hinstelle. In einigen der WGs, die ich mir beim Umzug nach Hannover angeschaut hatte, stand im Flur ein gemütlicher Tisch mit Stühlen. Eingerichtet als Esszimmer oder als Treffpunkt so einer WG kann ich mir den Flur allerdings nicht so recht vorstellen. Für meinen großen Esstisch wäre er doch zu klein und für viel Gemütlichkeit ist er zu dunkel. Also bleibt doch wieder nur der Keller-Ersatz... Verzweifelt hatte ich ein paar Bier getrunken, um dann seelig einzuschlafen... gute Nacht...
Tag 2
To-Do im Schlafzimmer... Hier habe ich alles zwischen geparkt, was im Weg stand. Um es vorweg zu nehmen: Dieses Chaos hatte sich doch einige Tage gehalten... insbesondere der dunkelbraune Schrank in der Mitte bereitete mir Probleme, denn er kippte beim Ausbau leicht um, und ich Faulpelz hatte ihn natürlich nicht ausgeräumt. Also donnerte der komplette Inhalt wild durch die Gegend. Glücklicherweise ging recht wenig kaputt dabei. Vor allem der Diaprojektor überlebte.
Immerhin geht DSL wieder und der Flur sieht nicht mehr wie ein Schlachtfeld aus...
...auch die Keller-Seite mit kellerwürdigem Inhalt bekommt langsam den Anschein von Ordnung... Das Baustellenschild habe ich übrigens gefunden im Gebüsch neben einer schon abgebauten Baustelle. Den Spiegel müsste ich endlich mal aufhängen, damit er irgendwas nutzt. Hinten der Kram im Regal könnte wirklich in einen Keller, doch leider hat diese Wohnung keinen.
Doch noch ein Schlachtfeld: Die Müllecke im Flur wächst weiter, so ein Mist. Muss ich endlich mal wegbringen... Wieso sammelt sich da eigentlich immer so viel an? Essen wir wirklich so viel Pizza? Muss wohl...
Eine Ecke vom Schlafzimmer sieht schon fast fertig aus. Im Nachhinein erwiesen sich die Ordner direkt neben dem Bett als starke Staubfänger – sehr unangenehm. Auch blöde: In der Ecke dahinten bekam ich auf dem Radiowecker meinen Lieblingssender immer nur schlecht rein. Immerhin bin ich so schnell aufgestanden, weil mich kaum was so sehr nervt wie ein Radio mit schlechtem Empfang.
Zum Schluss habe ich dann meine Pinnwand mit Erinnerungsfotos wieder aufgehängt und das Badezimmer geputzt (war nötig, will ich nicht weiter drüber reden). Das Badfenster geht übrigens auf unseren hinteren Balkon, und das Rote dort, das sind Bierkästen. Glücklicherweise existieren keine Bilder vom Balkon im komplett mit Flaschen und Kästen gefüllten Zustand, sondern nur Andeutungen dieser Art.
Aber so am Ende finde ich dann doch, dass es ganz schön gemütlich geworden ist.
Updates
28.6.01: erste Fassung
25.8.07: Bilder umgestellt, einige neu entwickelt
10.9.09: letzte Überarbeitung