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16. Januar 05  •  Rubrik Unterwegs  •  Kommentar schreiben

Malta: Hohes im Süden

In der Mitte der Insel steht eine der größten Soundso-Kuppeln Europas, und noch größer sind die Dingli-Klippen im Süden.

Von vielen hochgelegenen Punkten der Insel aus sieht man eine riesige Kuppel, die sich bei näherer Betrachtung als Kirche entpuppt, und zwar als Dom von Mosta. Nach dem Vorbild des römischen Pantheon erbaut, hat er die viertgrößte Kuppel Europas. Hier startete ich den dritten Tag meiner kurzen Malta-Tour im Herbst 2004.

Im zweiten Weltkrieg hat eine Fliegerbombe diese Kuppel durchschlagen. Sie ist jedoch nicht detoniert, sondern im gerade stattfindenden Gottesdienst als Blindgänger liegen geblieben. Jetzt ist die Bombe für Besucher ausgestellt. Aber nicht für mich, weil der Dom geschlossen war. So konnte ich nur die hübschen Säulen am Eingang und ein paar Türmchen fotografieren und hab mich dann wieder verzogen.

Ich bin dann zur Südküste gefahren, zu den Dingli-Klippen. Große Teile der Südküste Maltas bestehen aus sehr hoher Steilküste. Auf der Fahrt dorthin kommt man an vielen Stellen vorbei, von denen aus man nicht nur das nächste Dorf sieht, sondern über die ganze Insel hinweg aufs Meer schauen kann.

Die Dingli-Klippen fallen in zwei Stufen ziemlich steil ins Meer ab, was sich auf Fotos nicht so einfach einfangen ließ – man ahnt die Tiefe doch eher als dass man sie wirklich erkennt. Später hat sich dann auch wieder der Himmel zugezogen.

Ich bin dann also bei strammem Regen durch Mdina getrottet, die alte Hauptstadt der Insel. Die Stille Stadt heißt sie, aber nicht, weil keine Autos (außer von Anwohnern) zugelassen sind, sondern weil die Bewohner früher lieber in ihren Häusern blieben. Besonders still ist's dort trotz fehlendem Verkehr nicht, weil viele Touristen und ganze lärmende Schulklassen herumrennen. Aber hübsch ist's dort, zumindest bei Sonne. Was an den Gebäuden echt ist und was restauriert, lässt sich kaum erkennen, aber nett Restauriertes wirkt ja sowieso ansehnlicher als verwitterte Originale, wenn auch nicht so authentisch.

Genial von dort oben ist natürlich die Sicht über die Insel, hier nach Norden hoch. Man sieht, dass große Teile des Nordens praktisch eine einzige Stadt ohne Übergange sind. Und wie groß der oben besuchte Dom wirklich ist, merkt man erst von hier oben.

Danach habe ich einen uralten Tempel oder was ähnliches auf einer kleinen Landzunge gefunden. Die alten Steine selbst waren weniger aufregend, aber die Sicht von dort. Denn endlich konnte man die Höhe der Dingli-Klippen ein wenig besser erkennen – das Foto ganz oben auf der Seite stammt von hier.

Zur anderen Seite (Richtung Osten) flacht die Küste etwas ab, dort beginnen die malerischen Fischerdörfer der Ostküste. Ich habe nur kurz einen Blick drauf geworfen und sie mir für den nächsten Tag vorgenommen.

Blick zum östlichen Ende der Steilküste

Jetzt gings zurück ins Hotel in die Touristenecke. Das Abendessen war mäßig, das Bier teuer, der Abend nicht weiter erwähnenswert.

Updates

16.1.05: erste Fassung
19.11.06: Bilder und Layout überarbeitet
22.11.06: Bilder und Layout überarbeitet
21.1.10: Bilder und Layout überarbeitet
23.1.10: letzte Überarbeitung

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