Föhr: Im Föhrer Watt
Endlich Sonne. Ich lass die Schuhe zu Hause und versuche, bei Ebbe das Wasser zu erreichen. Ganz schöner Fußmarsch.
Das Strandcafé, in dem ich eigentlich frühstücken wollte, führt schon seit einem Monat kein Frühstück mehr. Nebensaison halt. Na, dann mussten halt zwei Tassen Kaffee reichen. Egal, Hauptsache endlich Sonne.
Die Sonne war kräftig genug, sodass ich stundenlang an der Küste entlang durchs Watt laufen konnte. Ganz schön viel Fläche; ich kann es schlecht schätzen, aber würde auf 500 Meter trockenfallendes Watt tippen, wenn nicht sogar mehr. Ruhig ist es dort – manchmal. Recht häufig dröhnen die Motoren der Fährschiffe übers Meer, ein Sportflugzeug überfliegt das Watt oder andere nicht immer dezent leise redenden Spaziergänger laufen vorbei. Aber die Ruhe überwiegt dennoch. Sehr angenehm.
Bei diesen Weiten bekommt man glatt das Gefühl, bis zu den nächsten Inseln laufen zu können. Und das Gefühl trügt nicht: Die Nachbarinsel Amrum lässt sich tatsächlich zu Fuß erreichen, aber nur mit einem erfahrenen Wattführer.
Habe ich aber nicht gemacht, sondern ich bin der auch für Ortsunkundige erreichbaren Jever-Flagge gefolgt und habe zu Mittag gegessen. Und dann bin ich möglichst nah am Wasser – das noch weiter zurückgegangen ist – wieder zurück Wyk gelaufen.